Haus(ver)kauf- Die wichtigsten Punkte im Kaufvertrag!

Haus(ver)kauf- Die wichtigsten Punkte im Kaufvertrag!

Beteiligte Personen

Beide Vertragspartner, also Käufer und Verkäufer, werden im Kaufvertrag namentlich aufgeführt. Diese müssen nicht zwangsläufig natürliche Personen sein – auch juristische Personen, Erbengemeinschaften oder Unternehmen können eine Immobilie kaufen oder verkaufen.

Bestimmung der Verkaufssache

Hier wird festgelegt, was genau verkauft wird. Diesen Abschnitt sollte man daher sehr gründlich lesen.  Beschrieben wird die Verkaufssache, also das Haus oder das Grundstück, über den entsprechenden Eintrag im Grundbuch. Bei Wohnungen dagegen bezieht sich die Definition auf die sogenannte Teilungserklärung der Wohnanlage, die die Aufteilung der einzelnen Wohnungen und der dazugehörigen Flächen und Nutzungsrechte festlegt.

In beiden Fällen sollte man diesen Abschnitt besonders genau prüfen, da mit dem Grundbucheintrag Hypotheken oder besondere Nutzungsrechte verbunden sein können (sogenannte  Dienstbarkeiten), zum Beispiel  das Recht des Nachbarn, die Auffahrt mitzubenutzen. Auch bei Eigentumswohnungen ist es wichtig zu wissen, ob bestimmte Flächen – etwa Garten oder Terrasse – tatsächlich zur Wohnung gehören oder nur ein Nutzungsrecht mit dem Kauf verbunden ist.

Eintragung und Vormerkung im Grundbuch

Endgültig vollzogen ist der Kauf, wenn der Käufer im Grundbuch als neuer Eigentümer eingetragen ist. Die rechtliche Übertragung mit allen nötigen Schritten übernimmt üblicherweise der Notar. Dafür wird ihm im Kaufvertrag eine Vollmacht erteilt.

Gewährleistung

Mängel am Bau gehören zu den häufigsten Streitpunkten nach dem Immobilienkauf. Umso wichtiger ist es, diesen Punkt im Kaufvertrag eindeutig zu regeln. Beim Kauf einer neuen Immobilie ist der künftige Besitzer auf der sicheren Seite: Der Verkäufer – meist der Bauträger – ist gesetzlich verpflichtet, eine Gewährleistung von fünf Jahren zu gewähren

Bei gebrauchten Immobilen gibt der Verkäufer üblicherweise keine Gewährleistung, da das Risiko sonst kaum zu kalkulieren wäre.  Allerdings ist er verpflichtet, den Käufer über sämtliche ihm bekannten Mängel zu informieren. Verschweigt er einen Mangel, muss er dafür für drei Jahre ab dessen Entdeckung haften – allerdings liegt es am neuen Eigentümer, dem Vorbesitzer nachzuweisen, dass dieser den Mangel gekannt haben muss. Da das sehr schwierig ist, sollte man die Immobilie vor dem Kauf in jedem Fall von einem Sachverständigen begutachten lassen.

Übergabetermin

Auch der Termin für die Schlüsselübergabe wird im Kaufvertrag geregelt, um sicherzustellen, dass der neue Eigentümer die Immobilie tatsächlich nutzen kann, sobald sie ihm gehört. Typischerweise wird die Wohnung oder das Haus übergeben, sobald der Kaufpreis bezahlt wurde. In manchen Fällen einigen sich Käufer und Verkäufer auf einen individuellen Termin, um vorab Renovierungsarbeiten zu ermöglichen oder dem Vorbesitzer mehr Zeit zum Auszug zu lassen. In jedem Fall sollte dieser Termin jedoch vertraglich festgehalten werden.